Review FrontRow - House of Hip Hop

 

Auf einem Konzert steht häufig ausschließlich der Sänger im Fokus der Veranstaltung. Die Tänzer vervollständigen häufig das Bild und setzen den Künstler in Szene. FrontRow Studio - Dance and Performance - möchte den Tänzern die Möglichkeit geben selbst ganz vorne zu stehen und der Star der Veranstaltung zu sein. Nach der ersten Show im Jahr 2016 hat die Entwicklung unsere Tänzer und der Spaß an dem Projekt gezeigt, dass es nicht bei einer Show bleiben sollte. Alle 2 Jahre planen wir eine Tanzveranstaltung bei der unsere Schüler ihr können auf der Bühne erproben und vor Publikum performen. 

Die Showidee „House of Hip Hop“ ist durch die diesjährige Eröffnung unseres eigenen Studios entstanden. Tänzern ein Zuhause zu geben und Teil ihrer Entwicklung zu sein, ist unser Antrieb. In „House of Hip Hop“ wollten wir dem Publikum einen Einblick in unser Zuhause geben und so einen besonderen Rahmen schaffen. Die Idee zum Showaufbau und dem Ablauf war durch viele kreative Köpfe schnell geboren. Da es sich um eine Tanzshow handelt, mussten zunächst die Tänzer, Choreographen und Songs ausgewählt werden.  Bei einem Team von mehr als 50 Personen gehen für die Planung und Koordination schon viele Stunden ins Land. Von den Puschen im Flur, den Geschirrtüchern in der Küche, den Kissen im Schlafzimmer, den Taschenlampen im Keller, dem Sofa im Wohnzimmer bis zum Moderator als Immobilienmakler brauchte es viele Gedanken. Nicht zu vergessen, nach der Idee fängt die Arbeit ja meist erst mit der Umsetzung an.

 

Unser persönliches Ziel sollte heißen: 10 Wochen für 2 Stunden. Am 05. August haben wir zum erstmal alle mitwirkenden Tänzer zu einem Artist-Meeting eingeladen. 

 

 

„Hallo zusammen, zunächst ein herzliches Willkommen im Showteam für unsere Show „House of Hip Hop“ am 21.10. im Rosenhof. Wir freuen uns sehr mit einem so großen Team etwas auf die Beine stellen zu können. Vor uns liegen spannende, aufregende, lustige aber auch anstrengende Trainingswochen. Den Aufbau der Show, die Choreographen, den Trainingsplan und alles drum herum möchten wir euch in einem ersten Artist-Meeting am 05.08. um 17:00 Uhr im Studio vorstellen.“

 

 

Direkt nach den Sommerferien starteten wir mit einem straffen Trainingsplan. Die Tänzer hatten zum größten Teil nur die Information über den Namen des Songs, den Choreographen sowie Tag und Uhrzeit an dem sie im Studio sein mussten. Meist noch etwas überfordert mit der Informationsflut starteten die ersten Trainingseinheiten. In den ersten Wochen war das Stichwort „Kennenlernen“. Unsere motivierten und vor allem engagierten Tänzer trainierten fast täglich, um eine abendfüllende Show auf die Beine zu stellen, auch ohne schon genau zu wissen, was am Ende eigentlich dabei rumkommt. Die Tänzer wurden zu Songs eingeteilt und bekamen einen großen Trainingsplan, so dass jedes Training vorher gut geplant werden konnte. Bei einer so großen Planungsaufgabe sind natürlich auch nicht immer alle Pläne aufgegangen, so dass Termine verlegt oder weitere geplanten werden mussten.

 

Herausforderungen wie das Tanzen mit Requisiten, neue Choreographen und Tanzstile sowie anspruchsvolle Choreographien standen im Fokus der ersten 6 Wochen. Anschließend sollte der Großteil der Stücke unterrichtet sein und der Aufbau konnte beginnen. An den Wochenenden wurden in langen Trainingseinheiten der Reihenfolge nach die Stücke aufgebaut, der Auf- und Abgang besprochen, Wege der Tänzer zum Outfitwechsel geklärt und und und. Jeder Tänzer agierte in durchschnittlich 7 der 30 Stücke. Was mit einem Riesen-Chaos begonnen hatte, hat nach den ersten gemeinsamen Trainingseinheiten immer besser zusammengepasst, so dass das Puzzle passend zum Showtag fertig wurde.

 

Die Vorbereitungszeit ist für jeden Tänzer etwas Besonderes. Bei dem einen standen bis einige Tage vor der Show noch die Fragezeichen auf der Stirn, bei dem anderen überwog die Vorfreude schon nach der Hälfte der Vorbereitungszeit. Wir als Creator, Choreograph, Organisator und manchmal auch Studio-Eltern fieberten jeden Tag dem Ziel entgegen und konnten das ein oder andere Mal unsere Anspannung nicht verstecken. Trainingseinheiten, die das Ziel nicht erreicht hatten, viele kleine und große Entscheidungen, die zu treffen waren, ließen uns an unseren Ideen und unserem Vorhaben zweifeln. Das Engagement unserer Tänzer, trotz langen Trainingseinheiten und ständiger Wiederholungen, ließ uns jedoch das Ziel nicht aus den Auge verlieren. Die Trainingszeiten schweißten das Team zusammen, die Tänzer lernten sich besser kennen und unterstützten sich gegenseitig. Jede Woche konnten wir die tänzerische Entwicklung der Tänzer beobachten und freuten uns jeden Tag etwas mehr auf das Endergebnis.

 

21.10.2018 - 12 Uhr

 

Die Tänzer treffen sich vor dem Rosenhof. In 4 Stunden kommen mehr als 350 Gäste, um uns tanzen zu sehen. In dem noch vom Vorabend hinterlassenen Rosenhof, konnte man sich noch nicht vorstellen, das hier heute Abend eine Tanzshow gezeigt werden soll.  Der erste Blick in den für viele noch unbekannten Rosenhof war zunächst enttäuschend, keine Stühle, kein Licht und Geländer vor der Bühne. Nach und nach gestalteten wir mit den Requisiten, dem Vorhang und den Lichteinstellungen das gewünschte gemütliche Ambiente, einer Show in unserem Wohnzimmer. Die Generalprobe sollte zeigen, ob wir unsere Tänzer gut genug auf den Tag vorbereitet hatten. Nach einigen Patzern mit der Technik stieg auch bei uns die Nervosität. Die Zeit verging wie im Flug und die ersten Gäste saßen bereits auf ihren Stühlen. In der Garderobe machten sich alle startklar und kamen ein letztes Mal zusammen, bevor es hieß „Take it to the House“. Für uns als langjährige Tänzer und Trainer ein Moment für den wir leben: „1-2-3-Team“. 

 

Pünktlich startete der erste Song und das Gewusel hinter der Bühne und in der Garderobe. Trotz Aufregung und der Herausforderung das erste Mal dort oben zustehen, agierten alle Artisten professionell und bewahrten Ruhe. So schnell wie noch nie war bereits die Hälfte der Show um und der Wecker im Schlafzimmer klingelte. Die Tänzer berichteten von dem begeisterten Publikum und kleinen Patzern bevor wir mit der zweiten Hälfte loslegten. Der Moment hinter dem Vorhang zu stehen und auf seinen Einsatz zu warten ist wohl der aufregendste aber auch einer der schönsten Momente eines Tänzers. Abschließend konnten wir im Wohnzimmer auf unserer House-Party in die glücklichen Gesichter gucken, Spaß und Freude spüren, und sehen wie das Publikum mitgerissen wird. Im letzten Song im Wohnzimmer wurde uns so langsam bewusst, dass es in wenigen Minuten alles schon wieder vorbei sein sollte. Von den Danksagungen bewegt, überraschten uns unsere Tänzer mit einem Video und warfen uns ein wenig aus der Bahn. Emotional ergriffen konnten wir im Outro stolz auf jeden einzelnen unserer Artisten blicken und auf das was wir in 10 Wochen gemeinsam geschafft haben. 

 

 

 

„Die Show hat uns nicht nur weitergebracht, sondern auch etwas zusammengeschweißt.“ 

- Nele

 

„Danke für diese unvergessliche Zeit auf der Bühne und auch hinter der Bühne.“ 

- Hannah

 

„Wir sind alle sehr gespannt, aufgeregt und können es kaum abwarten.“ 

- Damla

 

„Ich danke euch für die Arbeit und Mühe, die Ihr euch immer wieder für uns Lappen macht.“ 

- Jessy

 

„Es war ein toller Abend gestern. Danke an alle, die da waren und  an alle Tänzer und Choreographen“ 

- Jessica

 

„#dancefamily“ 

- Laura

 

„No words needed“ 

- Gina

 

„und wie immer fehlen mir einfach nur die Worte… ich liebe Euch meine Lieblingsmenschen“

- Jenny

 

 

 

Die Ereignisse der letzten Wochen lassen sich nicht alle in Worte fassen. Mit diesem kleinen Rückblick möchten wir uns bei unserem Team FrontRow nochmal für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken.

 

Eure Trainer 

Leo und Lena